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"Der Trainingswagen der Zukunft"
Dieses Zitat stammt von Arno Steichler, als er 2008 in Reisenbach den ersten Prototypen unseres Trainingswagens sah. Auch wenn uns selbst das nicht von Anfang an so ganz klar war, hat sich bei uns durch Recherchen und der Beschäftigung mit dem Thema Fahrwerkstechnik diese Ansicht verfestigt.
Die Vorgeschichte
Obwohl der Schlittenhundesport hierzulande schon einige Jahrzehnte betrieben wird und es ohne Trainingswagen nicht geht, scheint die Entwicklung der Wagentechnologie im Anfangsstadium stehen geblieben zu sein.
Fast alle Wagen sind nach dem gleichen Grundmuster gestaltet, sie ähneln einem Schlitten auf Rädern mit Fahreigenschaften, die niemand wirklich gut finden kann. Der Schwerpunkt liegt zu weit hinten (besonders ungünstig für das Bremsverhalten, da die Vorderräder leicht blockieren), die Achsschenkellenkungen in einfachster Weise konstruiert, eine Federung fehlt meist oder ist uneffektiv, um nur mal das Wesentlichste zu nennen.
Das Ganze kann man nur in Kauf nehmen unter dem Aspekt, dass es nichts anderes gibt. Viele sind diesem Dilemma über das Quad ausgewichen, da hat man zwar Sicherheit, dafür andere Nachteile wie das hohe Gewicht oder gesetzliche Probleme.
Ziel
Die Anforderungen an einen Trainingswagen sind vielfältiger Natur.
Der Wagen soll so sicher wie möglich in allen vorkommenden Situationen agieren können, er sollte im Training wie auf Rennen mit einer gewissen Bandbreite der Teamgrösse eingesetzt werden können, Pflege und Wartung sollten wenig aufwändig sein, ausserdem sollte der Preis des Wagens nicht wesentlich über dem liegen, was andere, schon „besser“ ausgestattete Wagen kosten.
Das Konzept
Nachdem sich die Standardwagen so sehr ähneln, war schon zu vermuten, dass man dieses Grundkonzept nicht wirklich verbessern kann, sonst hätte es schon jemand gemacht.
Da man auf diesem Markt mit kleinen Stückzahlen umgehen muss, scheiden optimierte Vorderachskonstruktionen wie z.B. bei Quads aus Kostengründen aus. Ausserdem würde diese Konstruktion viel Platz zwischen den Vorderrädern beanspruchen, so dass die Unterbringung eines Sitzes, einer Box oder alleine schon die Aufnahme der Stossstange schwierig werden würde.
Es gibt eine sehr gute und unserer Meinung nach wohl auch einzige Möglichkeit, diese Probleme zu umgehen und einen wirklich brauchbaren und noch bezahlbaren Trainingswagen zu bauen, nämlich zwei Roller quer miteinander zu verbinden und mit einem zentralen Lenker zu steuern (Konstruktionsprinzip Paralleltandem) .
Es ist geradezu phänomenal, wie einfach sich so alle Anforderungen lösen lassen. Lenkungsnachlauf und niedrige Lenkkräfte sind von vornherein gegeben, mit langen Federwegen der Gabeln und den gefederten Schwingen hinten fährt es sich wie auf Watte, die so realisierte Achsverschränkung garantiert optimale Spurtreue und Bremsverzögerung. Überhaupt kein Problem ist es auch, den Rädern einen negativen Sturz zu geben, oder Ballastzulademöglichkeiten in die Rahmenkonstruktion einzubauen.
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